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Rechtsschutzversicherung

Wer Recht hat, soll auch Recht bekommen!
Nur scheinbar sind Recht haben und Recht bekommen zwei ganz unterschiedliche Dinge.

Etwa  nur 40% der Bundesbürger haben eine Rechtsschutzversicherung. Dies liegt daran, dass die Rechtsschutzversicherung als eine der weniger wichtigen Versicherungen angesehen wird.
Grundsätzlich ist es ja auch immer eine Sache der Prioritäten, des Sicherheitsgefühls und der finanziellen Situation jedes Einzelnen, welche Versicherungen man hat. Doch grade die Menschen, bei denen das Geld knapp ist, sollten sich überlegen, ob Sie auf dieses Instrument zur Chancengleichheit verzichten können.

Wenn z.B. der Job gefährdet ist, kann man anwaltliche Unterstützung wirklich gut gebrauchen. Das Problem ist nur, dass in der 1. Instanz jede Partei seine gerichtlichen und außergerichtlichen Anwaltskosten selbst trägt, ganz egal, ob er den Rechtsstreit gewonnen oder verloren hat. Der Streitwert wird bei einer Kündigung meistens mit 3 Bruttomonatsgehältern festgelegt.

Wer also meint, dass sein Arbeitsplatz nicht der sicherste ist oder es ggf. andere Probleme, wie z.B. Mobbing oder ungerechte Beurteilungen geben könnte, sollte sich rechtzeitig zumindest über einen Privat- und Berufsrechtsschutz Gedanken machen. Aber Achtung: Für diese Leistungsart der Rechtsschutzversicherung gilt eine Wartezeit von 3 Monaten ab Vertragsbeginn!

Auch wer sich z.B. bereits für eine Unfall oder Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden hat, sollte sich auch immer darüber im Klaren sein, dass im Schadenfall nicht immer alles schwarz oder weiß ist. Es gibt immer noch immer viele Grauzonen und z.T. ganz Unterschiedliche Urteile in einem Schadenfall. Besonders, wenn die Schadensummen in die Höhe schnellen, schaut der Versicherer besonders genau nach. Bei entsprechender Schadensumme bearbeite meistens auch ein Versicherungsinterner Rechtsanwalt die Schadenangelegenheit. Hier könnte ein in Versicherungsangelegenheiten erfahrener Rechtsanwalt sicher gute Hilfestellung leisten, um die eigenen Ansprüche durchzusetzen.
Ein weiterer Bereich, den man mit einer Rechtsschutzversicherung abdecken kann, ist das Wohneigentum oder die Miete. Hier gibt es sehr viele „Schadenfälle“ in den Bereichen der Kündigung, Kaution und Mieterhöhung oder -minderung. Aufgrund der vielen Streitigkeiten gehört der Mieterrechtsschutz auch zu den teureren.

Auch ein wichtiger Rechtsschutz und teilweise „Einstiegsprodukt“ ist der Verkehrsrechtsschutz. Dieser ist aber nicht da, um Ihnen Bußgelder oder die verwaltungsgebühr zu bezahlen (Zweites gibt es noch in wenigen Alt- oder Firmenrahmenverträgen). Wenn sie beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind, sollten Sie dringend wenigstens über einen Verkehrsrechtsschutz nachdenken! Hiervon hängt schließlich die Existenz ab. Und nicht jeder versehentliche Rotlichtverstoß oder Geschwindigkeitsübertretung bleibt ohne Folgen! Wenn ein Fahrverbot droht, könnte ein versierter Fachanwalt für Verkehrsrecht Sie vielleicht vor dem Jobverlust retten. Achten Sie beim diesem Einzelprodukt aber darauf, wie viele Fahrzeuge Sie haben und dementsprechend gem. Rechtsschutzbedingungen mit einschließen/versichern müssen.

Tipp: Wenn Sie sich für eine Rechtsschutzversicherung interessieren, lassen Sie sich ein Komplettangebot machen. Oft gibt es bei den größeren Rechtsschutzversicherern Kombinationsprodukte, die die einzelnen Rechtsschutzbereiche in einem Produkt zusammenführen. Bei diesen Kombiprodukten gibt es noch zahlreiche (sinnvolle) Zusatzleistungen, die noch weitere Lücken schließen können! Eine Selbstbeteiligung und längere Laufzeit verringert die Prämie spürbar!

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